Rettung gesunder/vitaler Bienenschwärme
Rettunggesunder/vitalerBienenschwärme

Das Wichtigste versäumt?

Kurse für Anfänger/innen

Wer hat am massenhaften Tod gesunder Bienenschwärme auch Schuld?

"mit Sicherheit auch ImkerInnen".

 

Anschauliche Beispiele:

Jedes Jahr fangen Feuerwehren in Dörfer, Stadt- und Stadtrandgebiete zig  Bienenschwärme ein und bringen dann die Ausreiser in sogenannte Schwarmsammelstellen. Dort bleiben sie mehrere Tage unter Quarantäne und werden danach gemäss einer Interessentenliste an ImkerInnen abgegeben/verkauft.

 

Wohlgemerkt, das sind nur solche Bienenschwärme die von irgendjemanden entdeckt wurden. Eine viel grössere Anzahl unentdeckter Bienenschwärme erleidet nach einigen Tagen im Freien einen jämmerlichen Hungertod.

Das gleiche Schauspiel wiederholt sich jedes Jahr im übrigen Europa.

 

Schade, Schade, Scha(n)de, dass es nicht wenigen ImkerInnen in den ortsansässigen Imker-vereinen egal ist, ob ihre gesunden Honigbienen in Scharen das Weite suchen und die Bienenvölker auf ihren Bienenständen dann teils bis zur Hälfte schrumpfen.

Kurse für AnfängerInnen

 

Was kann/muss gegen diesen riesigen Exodus von Honigbienen getan werden?

Lobenswerte und grosse Anstrengungen werden unternommen, Bieneninteressierte in diversen Kursen und Lehrgängen mit dem Geschöpf Honigbiene vertraut zu machen.

Bekannterweise wird aber neben anderen Lehrinhalten auch dem Bienenstockbau verschiedenster Bauart, grosszügigst Zeit eingeräumt.

 

Hier wird die zentrale Frage an Kursleiter/innen und Vortragende gestellt:

Was nützt der/die schönste selbstgemachte Bienenstock, Ablegerstock oder die Schwarmkiste, wenn das/der dafür vorgesehene "Bienenvolk/Bienenschwarm" nie in den Genuss dieser passablen und mit Liebe gebauten Unterkunft kommt?

 

Zu Beginn eines Anfängerkurses müsste jede(r) BienenkursleiterIn fairerweise allen Teilnehmern mindestens die Adressen von Imkern bekannt geben, wo ein Bienenvolk oder Bienenschwarm gekauft werden könnte/kann.

 

Nur so werden Kursteilnehmer nach dem Kurs nicht im Regen stehen gelassen und können ihr Gelerntes sofort anwenden. Und es entsteht dann nicht der Eindruck, dass es den KursleiterInnen nur um die Kohle der AnfängerInnen geht!

Wie viel Zeit wird eigentlich darauf verwendet, Kursteilnehmer (Lernende) das Verhalten der Bienen im Stock, kurz vor dem Ausschwärmen zu erklären/deuten/vorzubeugen*, um im gegebenen Fall eine Rettungsaktion einzuleiten?

Dieses elementare Wissen ist der Schlüssel zu minimalem Bienenverlust durch Verfliegen von Bienenschwärmen, damit ImkerInnen nicht jedes Jahr um ihre mühevolle Zeit und kostenintensive Frühjahrsarbeit gebracht werden. *Imkerpraxis Guido Sklenar Seite 197-198

 

Wie viel nützt aber dieses Wissen, wenn Imker zur Schwarm(Tages)zeit gar nicht am Bienenstand sind oder sein können? Wer kann in diesem Fall als Ersatz einspringen und WächterIn spielen, um die sonst meist unbeobachtet ausziehenden Bienenschwärme wenigstens zu lokalisieren oder eventuell sogar einzufangen?

 

Ist die Abwesenheit vieler ImkerInnen vom Bienenstand, der mögliche Tod von Millionen Schwarmbienen?

Was bleibt nach einem (eventuell mehrmaligem) Schwärmen in den Mutterstöcken zurück? Sind es nicht oft nur kleine Bienenvölker oder elende Häufchen, Krepierlinge? Und bei diesen müssen dann die erstaunten ImkerInnen um jeden Preis alle möglichen Gesundheitstherapien anwenden, um Bienenleben zu retten.

 

Scheinen die Bemühungen vergeblich, werden vom Bieneninspektor/Bienenkommisär bis hin zum Landesveterinär alles in Bewegung gesetzt, um Rettung zu erbitten oder im schlimmsten Fall von diesen dann das Todesurteil über die armseligen und bedauernswerten Geschöpfe ausgesprochen zu bekommen.

Wäre es richtig, einen unbefriedigten Zustand anzusprechen, ohne aber umsetzbare Lösungsvorschläge anzubieten? Nein!

 

Was können ImkerInnen tun, wenn sie ihre Honigbienen nicht bei sich zu Hause oder anderswo überwachen können?

Entweder Personen als Aufpasser/Schwarmmelder anheuern, oder die bewährten "Schwarmfallen*" (Marke "Eigenbau" oder dementsprechend vorbereitete Bienenstöcke und Ablegerstöcke mit geöffneten Fluglöchern) im/am Bienenstand oder mit Erlaubnis bienenfreundlicher Nachbarn sogar auf deren Grundstücke aufzustellen oder aufzuhängen.

*Bienendemokratie - Thomas D. Seeley

 

Was passiert zur Schwarmzeit?

Ausziehende oder schon ausgezogene Bienenschwärme aus der Nachbarschaft suchen mit Hilfe der Suchbienen ab ca. fünfzig Meter (eigene Erfahrung) bis zu etlichen hundert Meter mit Eifer eine passende Bleibe und nehmen dann nach gründlicher Prüfung und Begutachtung die von ImkerInnen grosszügigst angebotenen "Schwarmfallen" mit schnellster Besitzergreifung an.

 

Das gleiche Ziel verfolgen die eigenen, teils beobachtet/unbeobachtet ausziehenden Bienenschwärme und erhalten so auf die gleiche Weise ihre Gratisunterkunft in der Nachbarschaft.

Wo ist jetzt das Bienensterben oder der Bienentod durch verflogene und anschliessend verhungerte Bienenschwärme? Nirgends, denn durch den fliegenden Austausch der Bienenschwärme hat meistens jeder seine verlorene Bienenmenge wie zuvor.

Dass die dann glücklich Gelandeten vor einer Brutnestbildung (verdeckelte Brut) eine entsprechende Gesundheitsbehandlung erfahren sollten, muss jeder selbst entscheiden.

 

Nur keinen Neid aufkommen lassen wenn ImkerInnen durch den fliegenden Austausch der Bienenschwärme "ein eventuell mehr oder weniger leistungsfähiges Bienenvolk" von unbekannter Herkunft zugeflogen bekommt (die Ausreisser identifiziert man am besten an der um ihren Hals hängenden Bienenstands - und Stocknummer), haben solche möglicherweise dann am Ende der Schwarmzeit mehr Bienenvölker als vorher.

 

Leben müssen unsere Bienenschwärme und für Mensch und Tier etwas leisten und nicht verrecken!

Freuen sich dann nicht auch die amtlichen Bienengesundheitsüberwacher in ihrem Hoheitsgebiet, wenn sie anstatt ständig bei kranken, bei vitalen und starken Bienenvölkern Nachschau halten können?

 

Bitte teilt euch daher untereinander umsetzbare Strategien mit, wie wir in Zukunft diesen uns wahrhaft unwürdigen Bienentod grösstmöglichst verhindern können.

ImkerIn - Was machst du gegen das alljährliche Verfliegen deiner kostbaren und gesunden Bienenschwärme?

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